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Hallo,
Anbei die Informationen zur Veranstaltung am 5.10.
Da ich, der Webmaster, längere Zeit nicht in Berlin sein konnte, kommen diese Informationen erst jetzt. Ich bitte dies zu entschuldigen.
Liebe Rudower,
auf diesem Wege danken wir nochmals allen Rudowern ganz herzlich, die sich an der Veranstaltung am 5.10.09 in der Clay-Schule beteiligt haben. Nachstehend einige Informationen und eine Einschät-zung aus unserer Sicht:
1. Der Ort war von uns bewusst gewählt, obwohl wir die Risiken durchaus sahen, dass sich Lehrer und Schüler einseitig auf die Seite der Politiker schlagen würden. Wir wollten aber in der direkten Konfrontation erreichen, dass auch unsere Gegner unsere Argumente direkt kennen lernen und nicht immer über Dritte mit Halbwahrheiten versorgt werden.
2. Nach unserer Einschätzung haben sich Herr Buschkowsky und Herr Schimmang durch die deutlich zur Schau getragene Überheblichkeit keinen guten Dienst erwiesen (wer wählt eigentlich derartig auftretende Volksvertreter?). Unsere Befürchtung, dass wir der geschulten Diskussionsausbildung der beiden Herren vielleicht nicht gewachsen sein könnten, haben sich nicht bewahrheitet. Neben der Bemerkung, der Standort Lipschitzallee wird von der Senatsschulverwaltung abgelehnt, war keine weitere sachliche Information über den Grund des Baus an der Neuhofer Straße zu erfahren. Wenn man sich wirklich ernsthaft mit dem Problem auseinander gesetzt hätte, hätte man uns sicherlich auch mehr Informationen für den Grund der Ablehnung Lipschitzallee geben können. Dies hat man vermutlich bewusst unterlassen, da die Gründe mit Sicherheit auf außerordentlich schwachen Füßen stehen.
3. Ärgerlich war das Verhalten einiger Lehrer und des Schulleiters, die unsere Argumente einfach nicht zur Kenntnis nahmen und sich auch nicht ansatzweise damit auseinandersetzen wollten. Dass Lehrer mit einer derartigen Einstellung unsere Kinder ausbilden, ist schon mehr als bedenk-lich. Weiterhin ärgerlich war, dass sich einige Parteipolitiker aus dem Auditorium zu Wort meldeten und ausschließlich Parteipolitik betrieben, anstatt sich mit unseren Argumenten zu beschäftigen.
4. Was bleibt und was ist zu tun?
• Die Information, dass man ca. 40.000 qm für den Schulbau benötigt und damit das gesamte Feld für den Bau in Anspruch nehmen wird, war neu. Bisher sprach man ausschließlich von 28.000 qm. • Es gibt bisher kein Verkehrsgutachten. Dies kann man einfach nicht verstehen, wie kann man eine Fläche kaufen (tauschen), wenn anschließend das Verkehrsgutachten negativ ausfallen könnte? Also rechnet man mit einem positiven Gutachten bzw. wird den Auftrag so erteilen, dass das Gutachten positiv ausfallen wird. • Kosten spielen offensichtlich keine Rolle, der Erwerb des 48.000 qm großen Grundstücks wird mit Sicherheit viele Millionen kosten (u.U. wird man versuchen, dies zu vertuschen, indem man der Kirche ein vergleichbares Grundstück mit Baurecht überträgt, das sich im Besitz des Landes Berlin befindet). Hinzu kommen die Kosten für die Errichtung von Sporthallen und Sportplätzen, nicht zu vergessen, die Kosten für die Verkehrswege, der Erwerb von Grund-stücken, um Parkplätze zu errichten usw.. Einen Teil dieser Kosten wird man vermutlich den Anwohnern aufbürden, die neben der Belastung des Schulbaus dann auch noch erhebliche Gelder aufwenden müssen. • Das Verhalten der beiden Politiker hat den Vorstand der Bürgerinitiative überzeugt, dass es sich mehr als lohnt, weiterhin für den Erhalt des Feldes zu kämpfen. Auch als Bürger dieser Stadt kann und darf man es nicht hinnehmen, dass Millionen ohne Not verschwendet werden und gleichzeitig die Infrastruktur verkommt (siehe die Straßen im Süden Rudows). • Es wird also unsere Aufgabe sein, weitere Informationen über den Grund für diese verfehlte Entscheidung zu sammeln. Wir werden uns deshalb in den nächsten Tagen mit Politikern der verschiedenen Parteien treffen und unsere Argumente austauschen. Gott sei Dank sind in annähernd allen Parteien noch Menschen, die nicht blind Herrn Buschkowsy und Herrn Schimmang folgen und erkannt haben, dass sich diese beiden Herren offensichtlich nur ein Denkmal in Rudow setzen wollen, ohne Rücksicht auf die Kosten und die Rudower Bürger. • Völlig zur Farce wird der ganze Vorgang, wenn man heute liest, dass die Lehrerzahl für die neue Schulform nicht erhöht wird, sondern sogar für einige Bereiche verringert werden soll. Bei derartigen Verhaltensweisen bleibt man als normaler Bürger nur fassungslos zurück, denn wie will man die Schülerzahl auf 25 Kinder pro Klasse verringern, ohne zusätzliche Lehrkräfte? Offensichtlich sind monumentale Schulbauten für das Image von Politikern wichtig, die Ausbildung unseres Nachwuchses ist dagegen zweitrangig (wenn jetzt wieder mit der Verrin-gerung der Schülerzahlen argumentiert wird, kommt man endgültig in Schwierigkeiten, denn wenn das so wäre, würde die Schule nicht benötigt bzw. könnte man sie an der Lipschitzallee mit den dort vorhandenen Schulen zusammen legen und mit wenig Geld durch Anbauten er-gänzen).
Wir werden also die weitere Entwicklung beobachten und durch unsere Anwälte auch beurteilen lassen. Wir werden auch weitere Aktionen unternehmen, möchten diese aber erst dann ankündigen, wenn sie konkreter geworden sind, um der Gegenseite nicht zu früh unsere Absichten bekannt zu geben.
Aufgrund der heutigen Informationslage sind wir sehr zuversichtlich, noch wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen zu können.
Viele Grüße Bürgerinitiative Rudow e.V. Rettet Rudows Felder |